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Zweites Jahrbuch der Internationalen Hermann-Hermann-Hesse-Gesellschaft erschienen

 

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Zweites Jahrbuch der Internationalen Hermann-Hermann-Hesse-Gesellschaft erschienen
Pressemitteilung
am 02.01.2006
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Rechtzeitig vor Weihnachten ist das zweite Jahrbuch der Internationalen Hermann-Hesse-Gesellschaft erschienen. Die im Jahr 2002 in Calw gegründete und ansässige literarische Gesellschaft gibt seit vergangenem Jahr ein Jahrbuch mit der Beteiligung international renommierter Hesse-Fachleute heraus.

 
 
 
Der zweite Band wurde jetzt durch die beiden Geschäftsführer der Gesellschaft, Helmut Nagel und Prof. Uli Rothfuss, dem Oberbürgermeister der Stadt Calw, Manfred Dunst, übergeben. Die Stadt Calw unterstützt die Internationale Hermann-Hesse-Gesellschaft maßgeblich.

Für die Herausgabe des Hesse-Jahrbuches ist im Auftrag der Gesellschaft deren Vize-Präsident Mauro Ponzi, Germanistikprofessor an der Universität Rom, verantwortlich. Die Auswahl und Beurteilung der eingereichten Beiträge besorgt im Benehmen mit dem Herausgeber ein Redaktionsausschuss, dem unter anderen der Hesse Biograph Ralph Freedman, der ungarische Hesse-Übersetzer Géza Horváth, Hesse-Herausgeber Volker Michels und der Mainzer Germanistik-Professor Andreas Solbach angehören.

Mit „Hermann Hesse als Streitobjekt“ nimmt sich das Jahrbuch eines spannenden Themas an – und die Hesse-Gesellschaft zeigt, dass es ihr eben um Reflektion und nicht um bloße Verehrung des Dichters geht. Damit setzt das Jahrbuch die Diskussion des viel beachteten Symposiums des Jahres 2004 in Calw fort, das auch von der Hesse-Gesellschaft zusammen mit der Stadt Calw organisiert worden war – mit einerseits der Einschätzung des Tübinger Germanistik-Professors Klaus-Peter Philippi zum Thema „Hermann Hesse und die heutige Germanistik“ und der Erwiderung durch den langjährigen Hesse-Herausgebers Volker Michels über die „Hesse-Rezeption in Deutschland“. Diese Auseinandersetzung wurde in das Jahrbuch aufgenommen, ergänzt von den „Streifzügen durch die Fiktion Hermann Hesses“ durch Mauro Ponzi, ein „Plädoyer für eine neue Hesse-Lektüre“ durch die Kölner Germanistin Helga Esselborn-Krumbiegel, oder ein Nachdenken über die Vereinbar- oder Unvereinbarkeit von Hesse und Rilke durch Ralph Freedman, den großen Hesse-Biografen und Literaturprofessor der Universität Princeton. Über die Bezüge zwischen Literatur und Tiefenpsychologie bei Jung, Freud und Hesse veröffentlicht der römische Psychoanalytikier Antonio Vitolo einen Beitrag, und Géza Horváth denkt über Hermann Hesse als vielgelesener deutschsprachiger Autor in Ungarn vor und nach der Wende nach.

Besprechungen wichtiger Werke mit Hesse-Bezügen wie Adrian Hsias „Hesse und China“ oder Bärbel Reetz` Biografie über Emmy Ball-Hennings, sowie Mitteilungen der Hesse-Gesellschaft – beispielsweise über die Gründung eines „Hesse-Centers“ in Kathmandu in Nepal oder die verstärkten Kontakte zur Association Romain Rolland in Frankreich – ergänzen den Band.

Wichtiger, abschlieĂźender Teil des Jahrbuchs ist die Hermann-Hesse-Bibliographie 2004, die von Michael Limberg zusammengestellt wurde.


Mauro Ponzi (Hrsg.): Hermann-Hesse-Jahrbuch Band 2, geb., 214 S., Max Niemeyer Verlag, TĂĽbingen 2005, 32 Euro.

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