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"Obsessiv der Literatur verschrieben"

 

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"Obsessiv der Literatur verschrieben"
Artikel von Sebastian Giebenrath
am 04.07.2002
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Der Preis der Hermann-Hesse-Stiftung wurde an die Literaturzeitschrift "Edit" in der Calwer Aula verliehen.

 
  
CALW.Mit dem Bonmot "Der Steppenwolf besucht Auerbachs Keller" hatte Calws Oberb├╝rgermeister Werner Spec die Lacher auf seiner Seite in der hehren Versammlung, die sich in der Hesse-st├Ądtischen Aula einfand, um die diesj├Ąhrigen Preistr├Ąger der Hermann-Hesse-Stiftung zu feiern. Diese n├Ąmlich stammen aus Leipzig, der Stadt, deren Lokal "Auerbachs Keller" durch Goethes "Faust" unsterblich geworden ist. Ausgelobt wird der mit 15 000 Euro dotierte Preis vom S├╝dwestrundfunk (SWR) und der Kreissparkasse Calw und im zweij├Ąhrigen Turnus einem ausl├Ąndischen Hesse-├ťbersetzer oder einer deutschen Literaturzeitschrift verliehen. In seiner Begr├╝├čung r├╝ffelte der Doyen der deutschen Hesse-Forscher, Professor Bernhard Zeller, Vorsitzender des Vorstands der Calwer Hermann-Hesse-Stiftung, das Einstellen der ├Âffentlichen F├Ârderung: "Das kann nicht ├╝bergangen werden."

Diesmal hatte die hochkar├Ątige Jury die Zeitschrift "Edit - Papier f├╝r neue Texte" f├╝r w├╝rdig befunden, mit dem Hesse-Preis ausgezeichnet zu werden. "Edit" erscheint seit 1993 in Leipzig und versammelt meistenteils junge, unbekannte Autoren. Die Herausgeber, so wusste Denis Scheck in seiner Laudatio zu r├╝hmen, h├Ątten sich "obsessiv der Literatur verschrieben". Die Zeitschrift, ein "Schaukasten deutscher Literatur", habe den Mut auch zeitgen├Âssische Kritik zu ver├Âffentlichen. Die Zeitschrift wolle Neues entdecken, aber nicht ausschlie├člich mit jungen Autoren; vom Pop-Literaten bis zum Gr├╝bler reiche die Spanne.

 
  
Die Herausgeberschaft der Zeitung hat in den vergangenen Jahren h├Ąufiger gewechselt. Tom Kraushaar und Miriam Bosse nahmen aus den H├Ąnden Zellers f├╝r "Edit" den Preis entgegen. In seiner am├╝santen, stilistisch ausgefeilten Dankesrede meinte Kraushaar, es gebe keinen direkten Bezug von Hesse zu "Edit", doch f├╝r die Herausgeber und Autoren der Zeitschrift gelte allemal: "Vorbeigekommen ist niemand an Hesse, es ist wie der Verlust der ersten Z├Ąhne." Hesse habe auch heute noch nichts von seiner provokativen Energie verloren, wenngleich Hesses Texte eine Funktionsver├Ąnderung erfahren h├Ątten. Bezogen auf den Herausgeberwechsel merkte Kraushaar an, dadurch habe "EDIT" "keinen Staub angesetzt". Ob Baden-W├╝rttemberg das Land des Eigensinns sei, begehrte SWR-Intendant Peter Vo├č in seinem Gru├čwort zu wissen, und untermauerte dies mit der Feststellung, die vier Gro├čen dieses Landes, die "schonungslos hellsichtige Zivilisationskritik" betrieben h├Ątten: Hesse, J├╝nger, Walser und Heidegger, seien als ausgesprochen eigensinnig zu bezeichnen.

Hubertus Gertzen rezitierte bei der Veranstaltung zwei Hesse-Gedichte und sprach eine Editorial-Collage aus der preisgekr├Ânten Zeitschrift.

Sebastian Giebenrath

Weitere Infos: Edit online

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