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Friedensbotschaft des Dalai Lama im Calwer Rathaus enth├╝llt

 

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Friedensbotschaft des Dalai Lama im Calwer Rathaus enth├╝llt
Pressemitteilung
am 21.07.2002
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Die Enth├╝llung der Friedensbotschaft des Dalai Lama an die Stadt Calw war einer der H├Âhepunkte der Langen Nacht der Museen, die im Rahmen des Hermann-Hesse-Festivals zum ersten Mal stattfand.

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Klick zum Vergr├Â├čern Friedensbrief des Dalai Lamas
 
Oberb├╝rgermeister Werner Spec, Stephan Schlensog von der T├╝binger Stiftung Weltethos und die Festival-Koordinatorin Manuela Epting entrollten im Rathaus vor etwa 150 Interessierten eine Fahne mit dem Konterfei des tibetischen Gottk├Ânigs und Ausz├╝gen aus dem ins Deutsche ├╝bersetzen Text. ┬äIch freue mich sehr, dass Calw, die Geburtsstadt von Hermann Hesse, die Gelegenheit wahrnimmt, seinen 125. Geburtstag zu feiern┬ô, schrieb Seine Heiligkeit an die Stadt Calw. Und zu Hermann Hesse sagt der Dalai Lama: ┬äIch teile seine ├ťberzeugung, dass unsere menschliche Intelligenz besser f├╝r Frieden und Vers├Âhnung geeignet ist als f├╝r Krieg und Vernichtung, und ich teile seine Einstellung ├╝ber die reiche Vielf├Ąltigkeit menschlichen Lebens.┬ô

Eine ganz ├Ąhnliche Botschaft hat auch die Ausstellung ┬äWeltreligionen- Weltfrieden ┬ľ Weltethos┬ô, die im Rahmen der Feierstunde offiziell er├Âffnet wurde. Die Ausstellung war im Rahmen des Hesse-Jahres 2002 bereits in der baden-w├╝rttembergischen Landesvertretung in Berlin zu sehen und wird von der Stiftung Weltethos weltweit gezeigt, unter anderem auch bei den Vereinten Nationen in New York. Sie widmet sich einem Kerngedanken Hesses, der als Botschafter eines Weltethos, als literarischer Vork├Ąmpfer f├╝r Toleranz und Respekt vor anderen Kulturen und Religionen gilt. Den Besucher erwartet ein interessanter Einblick in die gro├čen Weltreligionen Hinduismus, Chinesische Religion, Buddhismus, Judentum, Christentum und Islam. Informationstafeln mit Sachtexten, religi├Âsen und ethischen Schriften sowie je einem Schl├╝sseltext des T├╝binger Theologen Prof. Dr. Hans K├╝ng begleiten die Besucher auf einer religi├Âsen Weltreise. Die Ausstellung belegt, dass die gro├čen Weltkulturen in zentralen Bereichen des Ethos erstaunliche ├ťbereinstimmungen zeigen, auch wenn sie je nach Religion verschieden begr├╝ndet werden.

 
Klick zum Vergr├Â├čern Besucher der Ausstellungser├Âffnung vor der entrollten Fahne mit der Botschaft des Dalai Lama.
 
In seiner Einf├╝hrungsrede gab Stephan Schlensog der Hoffung Ausdruck, dass sich in der Zukunft weder ┬ägottloser S├Ąkularismus┬ô noch ┬äweltfremder Fundamentalismus┬ô durchsetzen m├Âge. ┬ôVielmehr eine Religion, die gerade dem Menschen von heute wieder einen Sinnhorizont, ethische Ma├čst├Ąbe und eine geistige Heimat zu vermitteln mag.┬ô Religionen sollten nicht trennen und spalten, sondern verbinden und vers├Âhnen. Die Welt brauche ┬äBr├╝ckenbauer im gro├čen und im kleinen┬ô, so Schlensog.

In diese Richtung ├Ąu├čerte sich auch Calws Oberb├╝rgermeister Werner Spec: Nach den schrecklichen Ereignissen des 11. September sei es nicht ausreichend, wenn sich der Dialog der Kulturen allein auf den zwischenstaatlichen Ebenen abspiele. Lokale Einzelinitiativen seien notwendig: ┬äViele Kleine k├Ânnen Gro├čes bewirken┬ô, sagte Spec, der das Hermann-Hesse-Jahr 2002 der Stadt Calw in diesen Zusammenhang stellte.

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