Siddhartha Verfilmung

Artikel von Timo Reith
03.01.2002


Seit dem 3. Dezember 2001 ist die Verfilmung von Hermann Hesses indischer Dichtung auf Video käuflich zu erwerben.
Hintergründe zu den Dreharbeiten, Filmkritiken und einige Vorschaubilder stellt dieser Artikel vor.

Siddhartha ist die legendäre Verfilmung des gleichnamigen Kult-Romans von Nobelpreisträger Hermann Hesse. Es ist die Geschichte des jungen Brahmanen Siddhartha auf der Suche nach dem Sinn des Lebens.
Seine Erfahrungsreise führt ihn durch verschiedene Lebensstationen, von Meditation, geistigen und religiösen Studien, leidenschaftlicher Liebe und Wohlstand, bis hin zur inneren Harmonie mit sich selbst. Siddhartha, die weltberühmte Legende von der Selbstbefreiung eines jungen Menschen aus familiärer und gesellschaftlicher Fremdbestimmung zu einem selbstständigen Leben, zeigt, dass Erkenntnis nicht aus Lehren zu vermitteln ist, sondern nur durch eigene Erfahrung erworben werden kann.

Durch das komplette Filmen von Siddhartha in Indien, stand Regisseur und Produzent Rooks zwei Hauptproblemen gegenüber. Einmal der Abneigung der indischen Regierung gegenüber westlichen Filmemachern, die, wie angenommen wurde, eine Anti-Indien Dokumentation drehen wollten. Rooks konnte aber den Premier Minister Indira Gandhi (einen persönlichen Feund) und andere Offizielle überzeugen, daß dieser Film eine Feier der indischen Kultur werden würde.
Ein zweites Problem war der Indien-Pakistan Krieg, der kurz nach Rooks Ankunft in Bombay ausbrach. Die Aufnahmen mußten gänzlich verschoben werden.

Rooks filmte an Orten, die nie zuvor einem Amerikaner erlaubt waren zu zeigen. Um die heilige Stadt Rhishikesh, die Plätze und Landgüter des Maharajah von Bharatpur, die Siedlungen entlang des Ganges, die Jagdgründe bei Bareta und die Tempelruinen dieses beeindruckenden Landes spannte Rooks ein magisches Netz der Verzauberung und Sven Nykvist (Ingmar Bergmans Kameramann) filmte die Sonnenuntergänge und Mondnächte wie Fresken in einem Buddhistischen Tempel.
Eine schöne indische Schauspielerin mit dem Namen Simi Garewal spielt die Kurtisane und Shashi Kapoor, der in einigen von Satyajit Rays Filmen mitwirkte, ist Siddhartha. Die lyrischen Einsätze dieser beiden Schauspieler und die exotische indische Sitar Musik von Hemant Kumar geben dem Film einen speziellen Rhythmus.







Filmkritiken:

Berauschend wie eine Droge. (MÜNCHNER ABENDZEITUNG, 16.10.1997)

Siddhartha ist mystisches Kino voller Lebenskraft. (MÜNCHNER ABENDZEITUNG, 16.10.1997)

Ein poetischer Film über Liebe, Schmerz und den Sinn des Lebens. (SÜDDEUTSCHE ZEITUNG, 03.07.1996)

Schöne Sinnsuche mit traumhaft schönen Bildern. (BILD, 16.10.1997)

Ein ewiger Gewinn im Angesicht unvergänglicher Schönheit. (DIE WELT, 16.10.1997)

Ein Glücksfall fürs Kino. (DIE WELT, 16.10.1997)

Überwältigende visuelle Eindrücke. (HAMBURGER ABENDBLATT, 16.10.1997)


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Quelle: www.hhesse.de