HERMANN HESSE

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„“ von
Gedanken von Rich.

Das Werk “Nachtwanderung” von T.S. ist ein gelunges Stück Prosa, das mehrere literarische Stärken zeigt. Der Autor hat die Fähigkeit, den Leser in eine Szene zu setzen, sie ausführlich und überzeugend zu beschreiben, und den wenigen nötigen Elementen im Werk freies Spiel zu geben.

Die Beschreibung von der Umgebung in diesem Werk ist kunstvoll, denn sie beschäftigt sich nicht nur mit dem, was man sehen kann, sondern auch mit allem, was man riechen, hören und fühlen kann. Es ist nicht bloss dunstig, die Luft ist sogar von Dunst „geschwängert“. Die Pflastersteine werden nicht bloss von dem Mann gesehen, sie lagen selber “schwitzig und kahl auf den Strassen“. Diese Art von Beschreibung ist besonders wichtig für dieses Werk, denn sie verstärkt die Rolle des allwissenden Erzählers, dem auch die Gedanken des Mannes bekannt sind.

Aber man kann sich nicht nur mit einer Szene befriedigen, irgendetwas muss passieren, es muss eine Spannung oder wenigstens einen Dialog geben. Die Spannung in diesem Werk befindet sich in der Beziehung zwischen dem Mann und seiner Umgebung, und dadurch wird der innerliche Konflikt des Mannes wiedergespiegelt. Der „Halbrausch von Alkohol, Zweifel, Trostlosigkeit…“ findet seinen Anklang in dem Dunst in der Luft, sowie seine Gedanken in den vorbeiziehenden Wolken. Seine Stimmung selbst wird von diesem Mond dargestellt, der eine „abartige Grimasse“ trägt.

Das Werk schliesst auch eine glänzende Erzählform ein, die man oft nur in Gedichten findet. Der Autor verwendet wiederholt Alliteration, wie z.B. in dem vierten Absatz: der „e/i“-Laut kommt mehrmals im Text vor („Dass ihm egal das einzig stimmige Wort auf Erden erschien; das einzige, das wahr war; das einzige, was ihm gefiel?“) Ähnliche Beispiele findet man woanders im Text, im ersten Absatz („irgend…irgend…irgend“) sowie im zweiten („…überhebliche Grimasse heute zeigte, hierbei so hämisch glänzte und von oben herab finster thronte.“). Solche Techniken sind nicht bloss ein literarisches Feuerwerk, sie verwandeln eine sonst trockene Reihe von Wörtern in ein lebendiges Kunstwerk.

Dieses Werk erinnert den Hesse-Leser wohl an den Anfang von Hesses Steppenwolf, als Harry Haller die Kneipe verlässt und durch die Strassen zieht. Obwohl Hesse seine Szene in seinen Roman integrieren musste, hat der Autor hier einen selbständigen Text geliefert, der dem Leser eine unerwartete Freude bringt.


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