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Sehnsucht
- von Ralph Müller



Sehnsucht

Oh, du Sehnsucht du,
du reisst mich hin, und du reisst mich her,
gönnst mir kaum Ruh,
ich bin, ich weiss nicht mehr wer.

Du fegst in mein Herz wie Sturm über Land,
entwurzelst all meine geschworenen Vorsätze,
verführst mit unabwehrbarem Vorwand,
versprichst mir der Welt kostbarste Schätze.

Manchmal verfall ich dir,
und du treibst mit mir dein buntes Spiel,
dann fühl ich wieder unendlich fern von mir,
zu oft wird es mir dann zuviel.

Ist es sehnen sich,
oder ist es unstillbare Sucht?
Soll ich wehren mich,
oder ist es einfach Flucht?

Du entführst mich in Welten bunter Träume,
in Paradiese üppigster Farben,
manchmal überleben bloss Schäume,
oft schmerzhafte Narben.

Du kommst in funkelndsten Gewändern daher,
ich wähne mich auf der Lauer,
dich zu erkennen ist oft äusserst schwer,
zurück bleibt dann nur ungläubiger Schauer.

Doch geschenkt sind mir auch Momente fernster Köstlichkeiten,
du lässt mich schnuppern an Lebenssträussen herrlichstem Duft,
dass sich der blühenden Fantasie Räume weiten,
mir zuströme die lebensnotwendige Atemluft.

Die Anzahl der Abenteuer mit dir sind nicht zu messen,
leicht und beschwingt sind wir dann in Himmel und auf Wolke zuhaus,
viele sind eindrücklich und niemals zu vergessen,
so lockst du mich weit aus meines Alltages heraus.

Einmal bist du nah und hälst Krallen und Flügel über mich,
einmal unendlich weit und fern,
manchmal versteck ich mich,
mal folg ich dir nur all zu gern.

Ich weiss nicht,
bist du Traum, bist du wahr?
Habe leidlich erfahren, wie dein Stachel sticht,
du bist mal Nebel, und du bist mal sonnenklar.

Mal empfange ich dich gern, manchmal möcht ich dich für immer missen,
doch du bist schlussendlich vom Lebensspiel ein Teil,
mich fühlend zwischen ganz und zerrissen,
in dir liegt Gefahr und in dir liegt auch Heil.



 



 
 

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