HERMANN HESSE

  Name:
  Passwort:
 
 
 
 
 
  Autorentreff
 

Literarischer Austausch unter Morgenlandfahrern

 

Besuchen Sie auch:









      
 
Start/Artikel
Forum
Autorentreff
Das Werk
Gedichte
Referate/Schule
Weitere Infos
Hesse-Links
Über
Kontakt
   
 
   Fragen stellen
   Referate
   Arbeiten
 

Nacht
- von The_frustration



Nacht

Nacht

Nacht, denk ich und denke nichts dabei,
ob’s heute Nacht, ob’s morgen Nacht ist’s einerlei.
Die Träume kommen jede Nacht,
und auch wenn das Herz der Seele wacht,
hör ich draußen höllisch lachen:
„Narr! Narr! Schau dich um zwischen deinen Sachen,
was helfen dir die Bücher der Gelehrten?
Allein und alt bist du. Und fürchtest dich dennoch
vor mir, der Nacht, deinem Gefährten?“

Und dann plötzlich wieder alles leise,
ich gehe zu dem Sessel und setze mich auf die alte Weise.
Nehme ein Buch, fange an zu lesen,
der Rauch im Kamin bildet ferne Geisterwesen,
meine Blicke wandern ängstlich durch den Raum,
der Schlaf kommt und schon wieder dieser Traum.
Mein Geiste kann sich klar entsinnen,
versucht dem Traum noch zu entrinnen.

Und doch denke ich dann, lass dich nicht vom Traume schinden ,
Versuch in den Büchern Trost zu finden.
Aber meine Blicke wandern wieder,
durch die Zinnen hör ich der Winde alte Lieder.
Klopfen? Verhört ich mich, war’s der Wind,
wo ist Klingel, James zur Tür geschwind.
James? Ich vergaß es wieder, er eilte fort von diesem Orte.
Auf ihr müden Knochen tragt mich trotz der Angst zur Pforte,
Zum Türschloss will ich greifen, denke, dass die Angst gezähmt,
doch sie mich dann wieder lähmt.

Nun ist es geöffnet das große Tore,
niemand da und dann hör ich es wieder in meinem Ohre.
In die kalte Nacht schreie ich es hinaus,
ihr Geister lasst mich in ruhe mit all dem Graus.
Könnt ihr mich nicht vor diesen Träumen schonen,
die ihr gestohlen aus den Häuptern von Dämonen,
ich schließ die Türe wieder,
setzt mich auf den wollenen Sessel nieder.

Das warten auf den Morgen wird zur Qual,
und doch habe ich keine andere Wahl.
Müde bin ich geworden von all den Nächten,
von denen ich dachte sie mir ruhigen Schlaf nun endlich brächten..
Traurig die Augen aus den Fenstern schauen,
warten auf das rettende Morgengrauen.

Und dann ist sie da, von den Göttern an den Himmel getrieben,
hat sie mit ihren erscheinen Dämonen und Monster endlich aufgerieben.
Wieder ist eine Schlacht gegen die Nacht gewonnen,
bald werde ich mich in ihren strahlen sonnen.
Sie scheint auf meine Gequälte Seele mit all den alten Wunden,
die Zeit schreitet voran und ich versuche Ruhe zu finden, für ein paar Stunden.

 



 
 

Um dem Autor einen Kommentar zu seinem Text zu schreiben, klicke auf seinen Nicknamen unter der Überschrift und schreibe ihm eine private Nachricht. Du kannst dich auch im Forum anmelden, um mit anderen Mitgliedern zu diskutieren.

Lyrik

  Morgenlandfahrer: 1416
 
Info: deutsch englisch französisch spanisch italienisch polnisch ungarisch tschechisch türkisch
 
 
Termine:
 
<< Januar 2018 >>
M D M D F S S
1 2 3 4 5 6 7
8 9 10 11 12 13 14
15 16 17 18 19 20 21
22 23 24 25 26 27 28
29 30 31        

Termin eintragen
 
 
 
 
 
 
 
 
 
   
 
 
 
 
   

 


© 2004-2010 hhesse.de  |  Impressum  |  Kontakt:  |  Technische Umsetzung: www.ifeelweb.de