HERMANN HESSE

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Jeromy #5
- von emil vogel



Jeromy #5

AUSGABE # 5




J.E.R.O.M.Y





Willkommen zur vierten Ausgabe des Internetmagazins “Jeromy”. Diesmal möchte ich keine Inhaltsangabe machen und direkt in eine kleine Satire einsteigen. Los geht’s:

Die Geschichte des Jämmerlichen, der den Teufel traf (Teil 2):
Die drei Aufgaben

Und weiter geht’s...
Unser Protagonist machte sich daran, die ihm gestellten drei Aufgaben zu erfüllen, um mit dem Teufel einen Pakt eingehen zu können. Dadurch, dass auch sein Hausverstand von Geburt an durch ein dramatisches Erlebnis sehr verstört war – er wusste bis zu seinem sechszehnten Lebensjahr nicht was man mit einem Staubsauger anfangen konnte – nahm er keine Unternehmungen, um sich für die Aufgaben vorzubereiten. So wie er dastand, machte er sich auf seinen Weg – in kurzen Shorts, Strandpatschen und einem Hawaihemd. Gut, wenn man nur auf einen kleinen Hügel wandert, mag diese Bekleidung angemessen sein, doch spätestens bei der zweiten Aufgabe würde er sich wundern, warum alle anderen Bergsteiger verschiedenste Utensilien mithatten.
Ein altes Wanderlied pfeifend, bestieg er den kleinen Hügel, spielerisch, wie ihm erschien. Er genoss die saubere und frische Bergluft, betrachtete die Steinböcke, wie sie völlig zugedröhnt die Weibchen begatteten und dann nach dem glücklichen Ereignis einen Bergrücken hinunterstürzten, pflückte verschiedene Bergblumen, Edelweiß und so ein Zeug, dass er dabei einen roten Ausschlag auf die Hände entwickelte, führte er natürlich auf die veränderte Sauerstoffmenge in dieser Höhe zurück. Er war guter Dinge, lachte sogar, verzog das Gesicht, das sich stark verkrampfte, weil er wilde Beeren gegessen hatte, und hatte sich schon von oben bis unten vollgeschissen. Doch auch das genoss er, diese innere Wärme. Er war der Einzige, der ihm diese Wärme gab, sonst wurde er immer mit eisiger Kälte empfangen.

Es war nicht mehr weit zur Spitze, die wie ein riesiger Nippel aussah, und seine Phantasie anregte. Er war noch einige Schritte entfernt, als er in der Ferne ein kleines Erdloch sah, in dem ein Greis saß, der stumm vor sich hin meditierte.
Vorsichtig näherte er sich dem Alten, dann stürzte er über eine Wurzel, einer Pflanze, die normalerweise in dieser Höhe gar nicht mehr gedeihen konnte, flog auf einen Ameisenhaufen, musste dann laut niesen, und schrie laut auf, weil ihm ungefähr Tausend Ameisen im selben Moment anpissten.

Der Greis erschrak, sprang auf, und stand in seiner ganzen nackten Männlichkeit, die eigentlich viel mehr einer verschrumpelten Kartoffel glich, vor unserem jämmerlichen Helden. Sein einziger Freund war ein Eichhörnchen, das ihm hin und wieder einige Nüsse in die Gruppe warf.

„Was machst du Idiot hier?“, fragte der Greis.

„Es ist meine Aufgabe hier auf diesen Hügel zu steigen. Entschuldigung, dass ich dich erschrocken habe. Tut echt leid, alter weiser Mann.“

„Dafür gibt es keine Entschuldigung. Seit nunmehr mehr als zwanzig Jahren sitze ich hier in dieser Höhle und hab gleich einem Eremiten hier man Dasein verbracht. Jetzt kommt ein so dahergelaufener HansguckindieLuft und reißt mich aus meiner Meditation. Ich war schon fast im Nirwana angelangt, nur noch endlose 24 Stunden, dann wäre ich der neue Buddha gewesen, doch du versaust mir alles. Du jämmerlicher Versager!“

„Tschuldigung!“

„Nichts da. Jetzt erfüllst du mir einige Aufgaben, ansonsten muss ich dich leider töten. Selbst Gott würde mich für diese Tat nicht bestrafen, er würde ein himmlisches Fest veranstalten. „Jede Tat hat seinen Täter“, doch ein Mord an dir hat alle Menschen, Tiere und Pflanzen als kollektive Täter.“

„Ich hab schon meine Aufgaben erhalten. Kommt jetzt endlich der Rauch, der Krach, das Feuer, oder was man sonst noch braucht, um Schrecken zu verbreiten.“

„Deine Aufgaben interessieren mich nicht. Und deine psychischen Probleme kannst du deinem Arzt erzählen, schaue ich etwa aus wie ein Psychotherapeut? Du unexistente Existenz! Du ekelhafte Utopie von einer Wirklichkeit! Du Arschloch! Du...!“

Die nächsten drei Stunden gingen die Beschimpfungen und die paradoxen Definitionen über unseren armen Helden weiter. Dann stellte er ihm die einzige Aufgabe, er sagte:

„Mann ich braue eine Frau! Verstehst du nicht, ich hab seit über zwanzig Jahren keinen vernünftigen Sex mehr gehabt. Deine Aufgabe ist es mir mindestens drei Frauen zu beschaffen, aus denen ich mir eine auswählen darf. Komm ja nicht mit einer Transe zu mir, oder mit dir selbst als verkleidete Frau, wage es nicht, sonst bist du ein Eunuch.“

„Ist schon gut, mein Alter.“, und leise fügte er hinzu: „Du verschrumpelte alte Kartoffel!“

Nicht so einfach die Aufgabe, doch nicht ganz unlösbar, für einen, den man immer mit Jämmerlicher ansprach. Dennoch schaffte er es diese drei Frauen zu beschaffen, wie er das zu Stande brachte erfahren wir an einer anderen Stelle.

Wieder ist es interessant, wie diese drei Frauen aussahen.

Die erste hatte ein Glasauge, das nicht richtig kalibriert wurde, und daher immer in sich gekehrt war, ein sehr introvertiertes Sehorgan. Außerdem hatte sie kaum Haare am Kopf, wenn man auf den Ziegenbart nicht achtete. Weiters musste sie bereits jenseits der Neunzig gewesen sein, doch noch immer war sie geil.
Die zweite war die Schönste, der Drei, allerdings hatte auch sie Makel. Diese sind jetzt nicht unbedingt auf das Äußerliche bezogen, doch sie war blind, taubstumm, hatte das Touretesyndrom(wie schreibt man das eigentlich richtig?), unerklärliche Ohnmachtserscheinungen, epileptische Anfälle, Aids, Hepatitis A, B, und C, SARS, und noch mehr Krankheiten, sogar ganz neue, die nur bei ihr auftraten. Nur durch diesen Cocktail an Krankheiten war sie noch immer am Leben, weil sich die Krankheiten untereinander neutralisierten. Springen wir gleich zur dritten Frau...

Hüpf...hüpf...hüpf...

Ihr habt recht, das war wirklich ein blöder Schmäh. Springen wir also weiter...

Hüpf...hüpf...hüpf...

Nicht schon wieder! Manche lernen aus Fehlern, ich anscheinend nicht. Tut mir echt leid, dabei überkreuze ich meine Finger, ihr könnt mich mal, das hab ich doch bloß gedacht. Vergesst es! Andere würden die oberen Zeilen ganz einfach löschen, doch ich bin eben ehrlich, außerdem weiß ich nicht, wie man etwas löscht, das ist mir zu destruktiv. Ich bin ein Mann voll Schaffensdrang, ein Mann voll...

„Halts Maul, wie sieht die letzte Frau aus, komm schon, motherfucker!“

Die dritte Frau, oder sagen wir mal, biologisch war sie zumindest eine dieser Gattung, sah grässlich aus. Ihre stolze Mähne hing über ihren ganzen Körper und war das einzig Attraktive an ihr, wenn man den Fettgehalt des Haars auch als Schönheitsattribut verwendete. Außerdem verdeckte ihr Haar ihre schwarzen Zähne, ihre graue Haut, ihr hängendes Auge, ihr riesiges Kinn, ihre X-Beine, ihre einzige Brust, ihr gigantisches Hinterteil, und noch so einige Körperteile, die einen jeden blind machen würden, falls sein Blick auf diese fiel – sie war wie die Medusa der Blindheit.

Der Alte nahm alle drei, überschätzte sich, und schrie zum letzten Mal in seinem Leben einen erotischen Ruf aus, der sofort alle Hirsche zu ihren Frauen trieben, wo sie es miteinander trieben.

Endlich war die erste Aufgabe erfüllt, jetzt war die nächste, noch viel schwierigere zu vollbringen. Am Fuße des 3000ers blickte er ungläubig hinauf aufs Gipfelkreuz. Da sollte er nun also hinaufklettern. Wünschen wir ihm viel Glück, nein, lassen wir das lieber, heben wir uns diesen Wunsch noch einwenig auf, das wird er zu einem späteren Zeitpunkt viel nötiger haben.

Ohne guter Dinge machte er sich an den Gipfelsturm. Seine Kondition war nicht gerade gut, doch er schaffte es bis zu einer kleinen Hütte, wo er einkehrte.
Als er die Hütte betrat erklang ein altes Lied, das einen Bauarbeiter, einen Indianer, einen Polizisten und noch ein viertes oder fünftes Mitglied benötigt (vielleicht weiß jemand von euch wie viele Mitglieder und in welcher Verkleidung diese auftreten). Und wahrhaftig diese lustigen Gesellen waren alle anwesend und formten irgendwelche Buchstaben mit den Händen. Er schaute sich das ganze Schauspiel an, achtete aber nicht darauf, dass sich in dieser Alpengaststätte nur Männer befanden, deren Lieblingskleidungsstück aus engem Leder bestand, außerdem hatte eine auffällige Mehrheit dieser Mannen einen Rotzfänger, was soviel bedeutet wie einen fetten Schnurbart genau unter der Nase.
Vorsichtig näherte sich unser tragische Held der Bar, wo ein ziemlich beleibter, langhaariger Barkeeper stand. Der mit seiner Zunge irgendein Problem zu haben schien, weil er sie mit geöffnetem Mund wild greisen ließ und dabei seine Lippen abschleckte. All diese Anzeichen, und die duzenden Griffe auf sein Hinterteil ließen unseren Jämmerlichen nicht aufhorchen und begreifen, dass er sich hier in einer Homosexuellenberghütte befand.

„Na, mein Schätzchen. Du bist ja noch ziemlich jung und knackig. Was möchtest du trinken?“, sagte der Barmann.

Völlig überrascht, dass er kein Spektakel aufführen musste, um erkannt und bedient zu werden, antwortete er:

„Gib mir irgendein Erfrischungsgetränk, mein Schätzchen.“, sagte er, und meinte der Zusatz „mein Schätzchen“ sei wohl irgend ein Tick der Bergbewohner.

Der Barkeeper stellte ihm ein Whiskeyglas auf den Tresen, aus dem ein stechender Geruch aufströmte.
Unser Held ganz unbeeindruckt hatte einen mächtigen Durst, und stürzte das Gesöff im Handumdrehen hinunter, bekam anfangs keine Luft, stürzte vom Barhocker, wurde von einem kräftigen etwa 50-Jährigen aufgefangen, von diesem fest umarmt, und auf die Tanzfläche gezogen.
Dort angekommen tanzte er mit unzähligen homosexuellen Männern, die ihm mit ihren Lippen, und ihren Händen betatschten, allerdings bekam er davon wenig mit, weil ihm das starke Zeug des Barmannes in einen Zustand, der totalen Enthemmtheit und Machtlosigkeit verschafft hatte. So vergingen die Stunden, ein neuer Tag brach an, mit einem dröhnenden Schädel wachte er schließlich auf, war sehr überrascht, dass neben ihm der Barkeeper, und noch zwei weitere Männer lagen, die absolut nackt waren. Außerdem hatte er starke Schmerzen an einem Körperteil, dass wir getrost Arsch nennen können. Dennoch dankte er dem Barkeeper für die Gastfreundschaft, beteuerte aber, dass er nicht länger bleiben könne, weil er noch etwas Wichtiges zu erledigen hätte.
Nicht ganz ausgeruht verließ er die Kneipe, und bestieg den 3000er. Am Gipfel angelangt, stand er nun, blickte in die Weiten, und wartete, wartete, wartete...
Doch er wartete umsonst, nichts geschah, absolut nichts, nicht einmal der Wind ging, selbst die Sonne stand still, keine Anzeichen dafür das die Zeit weiter ihren Weg ging, völlige Bewusstlosigkeit.
Er wartete weiter, weiter, weiter...
Dann trat er den Rückweg an, und hier folgt ein kleines Intermezzo. An dieser Stelle erkläre ich, wie und wo er die drei Frauen für den Eremiten aufgetrieben hatte.

Intermezzo:

Ein wenig verstört verließ er den Alten, und machte sich auf die Suche nach den drei Frauen.
Es dauerte nicht lange, da traf er auf einen glatzköpfigen Burschen, den er fragen wollte, wo man Frauen antraf. Er tippte dem Burschen auf die Schulter, dieser drehte sich verschreckt um, dann erkannte er, dass es sich hier um eine Frau handelte, die irgendwie eigenartig dreinschaute. Ja, ihr habt richtig geraten, das ist die erste Frau mit dem Glasauge.
Schließlich kamen sie ins Gespräch, obwohl unser tragische Held manchmal nicht mehr wusste, ob sie mit ihm sprach, da selbst das gesunde Auge von ihr ihn nicht anschaute.
Durch die Konversation erfuhr er, dass sie im Begriff war, sich mit zwei alten Freundinnen zu treffen – perfekt, vielleicht würden ihre Freundinnen ja mitkommen zu dem alten Eremiten.
Sie erreichten den Bahnhof, wo sie auf dem Zug mit der besonderen Fracht warteten. Sie standen da und warteten, nichts passierte...

Und dann...

stiegen die beiden Frauen aus. Die Beschreibung können wir uns diesmal sparen, wie sie aussahen könnt ihr ja oben nachlesen. Außerdem möchte ich mir ersparen, die ganze Schönheit derart zu missachten.

Natürlich konnte er nicht einfach zu ihnen sagen, dass da irgendwo ein alter Mann auf drei Frauen wartete, die in seiner Notgeilheit begatten wollte, deshalb ließ er sich etwas einfallen.
Er sagte zu den drei Schönheiten, die den Graien (verbessert dieses Wort, falls ihr wisst wie man die hässlichen griechischen Frauen schreibt!) glichen und ihnen, wie die Faust aufs Auge gleichsahen – es stimmt der Vergleich hinkt ein wenig; ja eigentlich total, sei’s drum.
Jedenfalls, wie stellte er es nun an, dass ihm diese drei folgten?
Hier bin ich nicht sehr kreativ, nein eigentlich ganz einfältig, denn er sagte einfach zu ihnen, dass heute ein schöner Tag sei, und er den perfekten Wanderweg kannte, der selbst für sie zu bewältigen wäre. Sie folgten ihm ohne nachzufragen, wie es weiterging wisst ihr bereits...

Ende des Intermezzos

Kehren wir nun zur dritten und letzten Aufgabe unseres Jämmerlichen zurück.

Am Fuße des 6000ers blickte er einmal erstaunt nach oben – doch im nächsten Moment dachte er sich, dass dieses Hindernis ganz einfach zu bewältigen sei – er war naiv, das wissen wir bereits.
Wieder ein Lied pfeifend machte er sich auf seinen steinigen Weg nach oben. Er befand sich zirka auf 1.999 Meter Höhe, als er in eine Hütte einkehrte. Doch diesmal verzichtete er auf das Stammgetränk und bestellte ein Alpenwässerchen mit Himbeergeschmack.
Der Kellner blickte ihn plötzlich so merkwürdig an, und setzte sich zu unserem Helden, und sprach:

„Hey, ich kenne dich. Du bist doch der, der...“
Er wurde unterbrochen, da ein voll besoffener Gast noch einen starken Schnaps trinken wollte. Zurück von der Arbeit setzte er sich wieder zum Jämmerlichen, und fuhr fort:

„Du bist doch der, der mit dem Teufel einen Pakt eingehen möchte. Ich sehe es in deinen Augen.“
„Ja, das stimmt. Ich habe keine andere Wahl, denn ansonsten werde ich wohl sehr jung sterben.“
„Du hast immer eine Wahl, schließlich hast du doch den freien Willen von Ihm geschenkt bekommen. Entscheide dich richtig!“
„Du hast ja keine Ahnung. Diese Entscheidung ist wahrscheinlich, nein mit Sicherheit, die beste die ich je getroffen habe.“
„Wie du meinst. Doch vergiss nicht, ich bin ein guter Freund, der dir helfen möchte.“

Er ließ sich nicht aufhalten, bestieg weiter den Berg, kehrte noch in weitere Hütten ein, in denen nichts Besonderes passierte, dieser letzte Satz ist eigentlich für die Geschichte überflüssig, könnte eigentlich gestrichen werden, doch die Glaubwürdigkeit dieser realen Geschichte würde ins Wanken gebracht, wenn ich diese Hütten nicht erwähnen würde.

Gut, er erreichte die Spitze, wie das können wir nur erahnen, vermutlich war er Dutzende Male abgestürzt, hatte sich wieder aufgerafft, war von einem Adler angefallen, von einem Steinbock begattet, von einem tollwütigen Eichhörnchen gebissen, und vom Yeti und vom Reinhold Messner verarscht worden.
Wir wissen es nicht, Fakt ist allerdings er stand nun oben auf dem 6.000er, blickte in die Ferne, staunte über die Bergrücken, über die Kälte – er hatte ja noch immer seine kurze Hose und sein Hawaihemd an.

Wieder passierte vorerst nichts...

Stille...

Und dann...

stürzte ein Etwas neben ihm in ein Schneeloch, versank darin, kroch aus dem kalten Loch, stand in seiner ganzen Größe vor dem Jämmerlichen – es war...

der Erzengel Gabriel, der ein Baby war mit völlig zurückgebildeten Flügeln, die rein zur Zierte da waren, und ihm nicht halfen bei der harten Landung in das weiche Schneeloch, was jedoch ohne Bedeutung war, da der Engel nicht zu verletzen war und natürlich unsterblich war, weil er ja nie geboren wurde, er war immer schon da. Er kannte die Ewigkeit wie seine eigene Westentasche, die er allerdings nie besaß, da er ja ein Baby war, und daher immer einen blauen Strampelanzug anhatte, selbst wenn er wieder einmal gegen das Böse kämpfte, das ihm bei jedem Erscheinen mit dem ganzen Hohn auslachte.

Gabriel trat an den Jämmerlichen heran und sprach:

„So, du willst also einen Pakt mit dem Teufel eingehen? Ist das so? Antworte nicht! Ich habe dich schon die ganze Zeit lang beobachtet, wie du meinen göttlichen Angestellten widersprachst, wenn es um dein Vorhaben ging. Willst du ein Diener des Satans werden? Antworte nicht! Willst du in seine Seelensammlung aufgenommen werden, auf dass er dich täglich mit seinen verkrüppelten Fingern angreift. Willst du das alles? Nein, antworte nicht! Ich bin ein Engel, daher weiß ich deine Antwort bereits.“

Der Jämmerliche dachte sofort, dass es sich hier um den Teufel handelte, der sich wieder einmal verkleidet hatte. Schließlich redete er ja wie das personifizierte Böse. Er sagte:

„Komm schon, Teufel. Hast du heute deinen Spezialeffekt-Koffer zu Hause vergessen? Wann kommt der Rauch, das Feuer, der Knall? Lass mich nicht warten, schließlich habe ich meine Aufgaben erfüllt. Die Voraussetzungen für den Pakt sind von meiner Seite eingehalten worden. Jetzt lass mich nicht länger warten, beweg endlich deinen Arsch!“

„Hast du was an den Ohren? Antworte nicht! Ich bin der Erzengel Gabriel. Ja, ich bin mit meinem Äußeren auch nicht zufrieden. Wer glaubt schon einem Baby?“, leise verfiel der Engel in Selbstmitleid, beherrschte sich allerdings wieder schnell und sprach:

„Gott ist nicht einverstanden damit, dass du deine Seele verkaufst. Sie gehört ihm. Sicher du kannst auf deinen freien Willen verweisen, du hast das Recht dazu, doch bedenke, wenn du mit dem Teufel einen Pakt eingehst werde ich jeden Morgen zu dir kommen, und dir die Nase brechen, und das dein Leben lang. Ist es das wert? Antworte nicht!“

Jetzt wog unser Held die Vorzüge und den Nachteil eines Paktes mit dem Satan ab, und entschied sich für seine Gesundheit.

Und wieder sind wir am Ende. Der Jämmerlich hatte die ganzen Aufgaben umsonst erledigt, und musste sich wegen seinem Riechkolben für ein Leben mit viel Pech abfinden.

Mit hängendem Kopf stürzte er den 6.000er hinab, und brach sich dabei zweimal die Nase, womit auch das Viertel von Hundert voll wurde.

Fortsetzung folgt...
Filmtipp:

„Apocalypse Now“ (Redux) vom Kultregisseur Francis Ford Coppola
mit Marlon Brando; Martin Sheen; Laurence Fishburne; Harrison Ford; Dennis Hopper und viele andere mehr.


Das Ende:

Die Geschichte vom Jämmerlichen wurde erzählt, jetzt bleibt nur noch eines zu sagen, geht zur Landtagswahl ob in Tirol oder in Oberösterreich. Seid Demokraten!

Damit verabschiede ich mich

Mit freundlichen Grüßen



Andreas E. Pfeiffer
Email: 28eddi@gmx.at
Daten: 2.894 Wörter

Für grammatikalische, inhaltliche Fehler sowie für Tippfehler, Rechtschreibfehler und Kontext entschuldige ich mich. Die hier vorkommenden Charaktere sind reine Fiktion und haben nichts mit realen Personen zu tun, selbst wenn bestimmte Eigenschaften hier eventuell wiederzufinden sind.

 



 
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