HERMANN HESSE

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Intro
- von hanei



Intro

Die Luft ist schwer. Sie drückt deine Knochen auf diesen verdammten, dreibeinigen Barhocker. Aus den Boxen gurgelt Bob Dylan, aus dem Zapfhan schales Bier.
> Wach auf An was glaubst du, Bruder?
Ich weiß an was es sich noch zu glauben lohnt, ich weiß das es sich lohnt an nichts mehr zu glauben. Mein ganzes Leben bewege ich mich träge, mit den Menschenherden in die von ihnen vorgegebene Richtung. Bewegungen immer im Kreis, angepeitscht von der Geisel, als Geisel der Zeit. Und nicht die Zeit meine Schwester, sondern das Leben läuft mir durch die Finger.
Weiter gehen Bruder, niemals stehen bleiben Schwester, immer vorwärts stolpern. Zielstrebig verfolge ich meine Pflichten, mit dem Kopf tief zwischen den Schultern und den Armen an den Hüften baumelnd. Ich bin ein scheuklappenblickender Angsthase, der bestenfalls die Schuhe seines Vordemanns erkennt.
Und Wörter erzählen von verlorener Zeit, und Träume spinnen vergeudete Phanatsie, mein Heute war Gestern, mein Morgen ist Jetzt, alles gedacht, alles verdacht, alles zerdacht.

Taube, fade Gedanken laufen in deinem Mund zusammen. Du schluckst, machst Platz zwischen deinen Zähnen, schluckst deine Dämonen zurück in dein Unterbewusstsein, dorthin wo vielleicht deine Seele ist.
Dann öffnest du deine Hände, die Rechte auf der Linken, bereit zur Empfängnis. Keuchend nach vorne gebeugt, übergibst du dich in deine zitternd, wartenden Hände. Der Geruch deiner Dämonen zersetzt deine Schleimhäute, sie Lachen dein Trommelfell in Fetzen.

Du wartest,
drehst dich um deine Achse,
zögernd.
Taumelnd,
schließt du deine Augen.
Du nimmst die Hände vor den Mund,
die Rechte auf der Linken,
bereit zur Empfängnis.
Du schluckst,
machst Platz zwischen deinen Zähnen.
Schluckst deine Dämonen zurück in dein unteres Bewusstsein,
dorthin wo vielleich deine Seele ist.

 



 
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