HERMANN HESSE

  Name:
  Passwort:
 
 
 

User online: 398 
 
 
  Das Werk
 

Demian

 

Besuchen Sie auch:







      
 
Start/Artikel
Forum
Autorentreff
Das Werk
Gedichte
Referate/Schule
Weitere Infos
Hesse-Links
Über
Kontakt
   
 
   Fragen stellen
   Referate
   Arbeiten
 

Titelblatt der Erstausgabe. (Quelle: s. Fußzeile.)1919 erscheint der Demian, das wichtigste und entscheidenste Werk Hesses in dieser Periode des Umbruchs, der Wandlungen und des Neubeginns. Das 1917 in wenigen Monaten in Bern niedergeschriebene Buch ist neben einigen Märchen wie Iris oder Der schwere Weg Ergebnis und künstlerische Frucht der Begegnung mit der Psychoanalyse.
Demian ist die Geschichte des Knaben Emil Sinclair, der an den Begegnungen mit Max Demian, seinem "Dämon" - den Namen fand Hesse in einem Traum -, sich von seiner Kindheit löst und in den Auseinandersetzungen mit ihm die unendliche Welt seines Innern entdeckt. Durch Pistorius, der wesentliche Züge Dr. Langs trägt, gelingt es, diese eigene Urwelt zu ordnen und zu beherrschen, und indem Sinclair zuletzt seinem stärksten Traumbild, der Sehnsucht zur Mutter, entsagen lernt und seiner nicht mehr bedarf, findet er den Weg zur Freiheit und zu eigener Verantwortlichkeit.
Diese Entwicklung wird im Spiegel von Träumen und Bildern erfahren und dargestellt; sie führt, dadurch, daß die innere Symbolwelt ins Bewußtsein erhoben wird, zur Verwirklichung der Persönlichkeit.

>> Der >Demian< handelt von einer ganz bestimmten Aufgabe und Not der Jugend, welche freilich mit der Jugend nicht aufhört, aber doch sie am meisten angeht. Es ist der Kampf um die Individualisierung, um das Entstehen einer Persönlichkeit. [...] Der >Demian< zeigt gerade jene Seite im Kampf um die werdende Persönlichkeit, die den Erziehern die umbequemste ist. Der werdende junge Mensch, wenn er den Drang zu starker Individualiserung hat, wenn er vom Durchschnitts- und Allerweltstyp stark abweicht, kommt notwendig in Lagen, die den Anschein des Verrückten haben. [...] Es gilt nun nicht, seine "Verrücktheiten" der Welt aufzuzwingen und die Welt zu revolutionieren, sondern es gilt, sich für die Ideale und Träume der eigenen Seele gegen die Welt so viel zu wehren, daß sie nicht verdorren.<< *1


 

Titelblatt der Erstausgabe aus:
Bernhard Zeller (Bearbeitung): Hermann Hesse. Eine Chronik in Bildern. Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main. Erweiterte Auflage 1977. Seite 86.

Zitat aus:
*1 Ursula u. Volker Michels (Hrsg.): Gesammelte Briefe. Zweiter Band. Suhrkamp Verlag, Frankfurt a. M.1973. Brief an Marie-Louise Dumont, Februar 1929. Seite 210f.


 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
   

 


© 2004-2010 hhesse.de  |  Impressum  |  Kontakt:  |  Technische Umsetzung: www.ifeelweb.de