HERMANN HESSE

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  Reisebericht Calw
 

Das Hermann Hesse-Museum , Teil 1

 

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Das Museum liegt zentral in der Calwer Altstadt gegenüber der Stadtkirche. Trotzdem bin ich erst einmal daran vorbeigelaufen und fand mich oberhalb des Ortseingangs wieder, von wo aus ich aber schöne Fotos machen konnte. Auf dem Rückweg stieß ich dann auf ein kleines Mauerschild, das mich auf das Gebäude aufmerksam machte, das durch ein recht unauffälliges Schild rechts neben der Eingangstür als das Museum kenntlich gemacht wird. Das kommt davon, wenn man zu faul zum Kartenlesen ist.
Die Öffnungszeiten sind folgende: Di-Sa 14-17 Uhr, So 11-17 Uhr, und das ganzjährig. Im Eintrittspreis (5,- für Erwachsene/ 3,- ermäßigt) ist auch der Besuch der Calwer Stadtgalerie enthalten, die im ersten Stockwerk zu finden ist und z.B. Werke von dem Maler Gunther Böhmer und des Bildhauers Peter Steyers enthält.

Gegen halb zwölf kaufte ich mein Ticket, begab mich durch die gläserne Sicherheitstür und stand im eindrucksvollen Treppenhaus des historischen Gebäudes. Über die dunkle Edelholztreppe gelangte ich nach oben, wo ich erwartungsvoll die erste Tür öffnete. Zur Rechten ein Raum voller Skulpturen, sonst überall Gemälde, mein fragender Blick suchte nach Hesse-Stücken, bis mir das Schild, an dem ich vor der Tür vorbeigelaufen war, wieder in den Sinn kam: "Galerie der Stadt Calw". Auch sehr interessant, doch das was ich sehen wollte lag im zweiten Stock.
Dort empfing mich dann auch gleich eine Hesse-Büste, die in diesem zentralen Eingangsraum stand, der noch mit einigen Bildern und Postern geschmückt war. Außerdem lag dort noch ein Gästebuch, das ich erst einmal betrachtete. Erstaunt blickte ich auf allerlei asiatische Schriftzeichen, italienische, französiche Texte und englische Grüße von Leuten aus vielen Teilen Europas. Ich war beeindruckt.

Die Ausstellung gliedert sich in zehn Räumlichkeiten, die jeweils bestimmte Lebensabschnitte zum Thema haben. Raum eins behandelt so z.B. "Pietistische Herkunft und missionarisches Sendungsbewußtsein", der Besucher kann hier vieles über die Vorfahren, deren Leben und Einfluss auf Hermann Hesse erfahren. In Schaukästen werden übersichtlich alte Dokumente, Fotografien und Bücher gezeigt, die immer mit einem Erläuterungstext versehen sind. Zusätzlich gibt ein fortlaufend numerierter Text Auskunft über die wichtigsten Ereignisse des jeweiligen Zeitraums.

Ich nahm mir viel Zeit, um mir alles genau anzusehen. In einem der ersten Räume sind zwei Bilder zu sehen, die er, ich glaube 14jährig, in der Schule gemalt hat. Eine etwa zur gleichen Zeit entstandene Geschichte über zwei Schulheftseiten, die er seiner Schwester zu Weihnachten schenkte, lag ebenso in einem der Schaukästen. Solche Zeugnisse aus der Kindheit faszinierten mich am meisten.
Die beiden Bilder rechts sind im zweiten Raum aufgenommen und zeigen einmal oben die weltweite Wirkung Hesses anhand internationaler Ausgaben verdeutlicht und unten einige Utensilien vom Schreibtisch aus Montagnola.

 

 

 
   

 


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