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frei
- von Felix



frei

Am Tag war der Himmel sonnigtiefblau mit dicken Wolken, und am Abend kam der Sommerregen wieder. Es regnete lange und dicht, Wasserfall bis tief in die Nacht hinein. Wusch alles weg. Aller Staub wurde weggespült. Dann war der Himmel sternenklar. Der Wind rauschte in den hohen Bäumen. Ein Gefühl der Schwerelosigkeit war da. Sorglos, dunkel und frei. Wie konnten die letzten Wochen so anstrengend gewesen sein? Waren alle Gedanken nicht nur wieder Verwirrung gewesen? Fesseln, Ablenkung, Illusion? Eine Scheinwelt, die sich wie ein Chamäleon immer in der Farbe zeigt, in der sie am schwersten zu durchschauen ist, um das Licht der Freiheit zu verdecken.

Freiheit - wovon? Der Mond leuchtete silbern auf die Straße. Frische feuchte Luft. Ausatmen. Einatmen. Neues Land. Das Sternenlicht schien mit seinem Glanz den Weg zu weisen. Welche Richtung einschlagen? Wohin? Die tiefe innere Sehnsucht kam. Dann eine namenlose Erinnerung, eine Energieleitung zwischen Stirn und Herz. Ein süßes Gefühl, das direkt ins Herz strömte und wie Feuer Brust und Bauch zum Glühen brachte. Der sanfte Schmerz dieser tiefen Liebesberührung tat so gut! Durch, ganz hindurch. Der Verstand schwieg. Keine Worte, keine Begriffe, nichts Starres. Nur die fließende Bewegung der Energie. Ein Blick nach oben in den Himmel - die Unendlichkeit unserer Galaxie. Ewige Zeit hinter uns und ewige Zeit vor uns. Und das Ich, ein kleiner Punkt im Hier und Jetzt, an dem die Fäden aus der Vergangenheit zusammenlaufen. Dieser Augenblick: Alles scheint möglich, es liegt in der Hand. Eine Entscheidung - ein Leben. Eine andere Entscheidung - ein Anderes. Jede Sekunde leben: Freiheit. Die Fähigkeit, das Chamäleon zu schauen: Die Fähigkeit zur Freiheit. Freiheit sei ein Geisteszustand, nein, ein Geistesprozess, der, einmal vollkommen einstudiert, jederzeit wiederkehren solle.
Begegnet Dir die Liebe, sei die Liebe selbst.

 



 
 

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