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Jeromy Nr. 3
- von emil vogel



Jeromy Nr. 3

AUSGABE # 3




J.E.R.O.M.Y





INHALT:

Willkommen zum dritten Teil von „Jeromy“ (Internetmagazin). Diesmal kommt eine Kategorie hinzu, die bereits in der ersten Ausgabe erschienen ist, sie nennt sich „Meine kleine Definitionsreihe“. In dieser Reihe behandle ich heute das Individuum. Außerdem geht die Kurzgeschichte von dem Jämmerlichen weiter, viel Spaß wünsche ich euch beim Lesen!

Bleibt dabei und seid frei!

EIN VERSUCH EINER DEFINITION VON DEM BEGRIFF INDIVIDUUM

Meine Definition von dem Begriff Individuum ist eine, die den Charakter eines utopischen Wertes einnimmt. Meines Erachtens existiert das Individuum nicht. Lasst mich kurz erklären, warum dieses nicht existent ist.

Schon von Geburt an werden wir auf eine gewisse Verhaltensform konditioniert, dh. wir erhalten Babynahrung der Marke so und so, Windeln von Pampers, Kleidung von H & M, Spielzeug von Toys'R'Us, usw.
Später wenn wir in den Kindergarten und dann in die Schule kommen, wird das Markenverhalten deutlich sichtbar. Man schämt sich sogar, wenn man Noname-Kleidung trägt. Selbst Kleinkinder, die mit dem Begriff Handelsmarke noch nichts anfangen können, werden mit Schuhen von Nike, Reebock und Adidas, ausgestattet.
Auch der Musikgeschmack wird schon in unseren frühen Jahren durch unsere Umwelt beeinflusst. Dabei werden bestimmte Gruppen in eine Stigmatisation gebündelt, und als out und uncool abgestempelt. In ist das, was die Marketingstrategen von Sony Music, EMI, oder andere große Musiklabels, die auch in der Filmbranche, und anderen Multimediabranchen ihre Hände mit im Spiel haben, uns vorspielen. Dann werden Stars gemacht, die per Voting direkt vom Publikum in einer Art Karaokeshow bewertet werden. Danach kommt sofort die erste Single raus, Boulevardmagazine und ein Videoclip tun das weitere, um den neuen Star berühmt zu machen. Sie haben zwar nur eine kurze Halbwertszeit, jedoch wird in dieser kurzen Zeitspanne die Cash Cow bis auf die Knochen ausgebeutet. Die Nutznießer gewähren dem ehemaligen Star noch einige Auftritte, bis der nächste zum Objekt der Begierde gemacht wird.
In der Filmbranche ist es ähnlich. Auch das Fernsehen tut etwas hinzu, um unsere Meinung zu bilden. Neue Fernsehformate wie etwa "Big Brother & Co" sollen uns zeigen, wie sich normale Menschen verhalten. Dabei wird man aber feststellen, dass die Teilnehmer an dieser Realityshow keine herkömmlichen Menschen sind, sondern extrem extrovertierte Egoisten, die genau wissen, wie sie Spannung, Intrigen und Sex einsetzen müssen, um beim Publikum, das meist aus Hausfrauen, und Teens besteht, zu beeindrucken.
Selbst in den neuesten Büchern wird schon Werbung angewandt, in der Form des Product Placements. Gerade dieser Bereich, für den Advertising immer ein Tabu war, tritt jetzt stärker mit Werbung für bestimmte Restaurants, Parfummarken, Kleidung, etc. auf.
Dann ist da noch die Politik. Im letzten Irakkrieg haben wir es wieder deutlich gesehen, dass Propaganda keinesfalls der Vergangenheit angehört. Doch diesmal sprangen nicht alle Sendeanstalten auf den Zug der Desinformationen auf. Die Moderatoren waren sehr vorsichtig mit der Veröffentlichung von dubiosen Informationen, und sprachen immer davon, dass diese Quelle nicht absolut sicher sei. Dennoch wirken Gerüchte genauso auf die Zuseher, vielleicht sogar stärker, denn ansonsten könnte die ganze "Yellow Press" nicht existieren.

Aus all diesen Gründen, die man noch um ein Vielfaches erweitern könnte, etwa was den Bereich Umwelt, oder Entwicklungshilfe betrifft und vieles andere mehr, bin ich überzeugt, dass niemand von uns sich als Individuum bezeichnen darf. Wir werden ständig beeinflusst und müssen uns anpassen, anders könnten wir nicht in einer Gemeinschaft leben. Würden wir alle extrem unterschiedlich sein, würde es vermutlich Hunderte Parteien geben, und das Chaos würde ausbrechen. Zum anderen entgehen uns allerdings viele Neuerungen, und Ideen. Doch man muss eben genau abwiegen, was wichtiger ist. Ein Leben in einer gut funktionierenden Gemeinschaft, oder ein individuelles Chaos, das keinen Stein unberührt lässt. Entscheiden wir uns jetzt. Ich habe meine Entscheidung getroffen, wie werdet ihr euch entscheiden?

individuell?

by Andreas E. Pfeiffer

FORTSETZUNGSGESCHICHTE:

In der letzten Ausgabe verlor der Jämmerliche gerade seinen ehrenhaften Job in einer Fastfood-Kette, wir fragten uns zum Schluss, wie es nun weitergehen wird mit diesem armen Mann. Vielleicht habt ihr ja schon eine Fortsetzung geschrieben oder sie steckt bereits in euren Köpfen und verfolgt euch in euren Träumen.

Gut, die langweilige Geschichte schreitet voran.

Der arme Mann musste nun einen neuen Job für sich finden. Da er jedoch nur den Grundschulabschluss hatte, war diese Aufgabe in den schwierigen Hochzeiten der heimischen Wirtschaft schwierig zu bewältigen. Doch er ließ sich nicht unterkriegen, versuchte sich als Straßenmusikant, jedoch nur kurz, da in die meisten einfach nicht wahrnehmen konnten, und die, die ihn wahrnahmen ihn einfach ignorierten, oder wüst beschimpften und einige Wenige wurden sogar handgreiflich. Er stellte fest, dass wenn er älter als dreißig werden wollte, dieser Beruf ihn nicht weiterbringen würde.
Daher bewegte er seinen Arsch, der ständig von roten Pickeln übersät war, zum Arbeitsamt, wo man ihn wieder einmal überging, und er erst nach Stunden des Wartens aufgerufen wurde.
Der Beamte blickte ihn mit einem mürrischen Blick an, und fragte ihn, was er denn machen wollte. Jedoch wusste der Arme, das ebenfalls nicht, genauso wie er nicht wusste, dass die Erde eine Kugel ist, und diese Unwissenheit ihm in seinen Träumen verfolgte, wo er des öfteren auf einem Kreuzfahrtdampfer am Ende der Welt in die Unendlichkeit abstürzte.
Man fand jedoch eine Stelle, die dem Jämmerlichen auf die Brust geschrieben war. Man stellte ihn eine Woche später als Parkhauswächter in einer ehrenhaften Uniform ein. Dieser Job erfüllte sein Nachtleben, und sein Dasein war nun ein absolutes Schattendasein. Als Wesen der Nacht, der gefährlichen Nacht in einer der friedlichsten Gegenden des Landes, schlenderte er durch das menschenleere Parkhaus, wo ihm nächtliche Damenbesuche von reichen Geschäftsleuten begegneten und ihn abwertend anschauten. Doch mit dieser Abwertung konnte er gut leben, schließlich verdiente er erstmals in seinem Leben mehr als € 1.000,-- und das war Gehalt genug, um sich getrost erniedrigen zu lassen.
Nach etwa einem Monat der nächtlichen Arbeit wurde er erstmals gefordert, als ein stark Alkoholisierter sich in seinem Auto irrte, und einen brandneuen Mercedes von Band besteigen wollte. Der jämmerliche Mann stellte sich dem Betrunkenen und versicherte ihm in seiner liebevollen, doch schwächlichen Art, dass dies nicht sein Auto wäre, und er in seinem Zustand sowieso kein Fahrzeug steuern durfte. Daraufhin setzte der Betrunkene zu seiner Verteidigung an, und beschimpfte den Parkwächter mit hier nicht aufgeführten Worten, die dem Wächter Angst und Schauer über den Rücken liefen ließ. Danach machte der Alkoholisierte Anzeichen darauf, dass er sich nicht abhalten ließ, in den neuen Mercedes einzusteigen, auch wenn dies Gewalt brauchen würde, um die Karre aufzubrechen. Jetzt stand unser armer Protagonist schlicht neben sich, wusste nicht was zu tun sei in dieser Angelegenheit, dann wanderte seine Hand auf den kleinen Schlagstock in seinem Gürtel. Er versuchte ihn aus dem Halfter zu ziehen, jedoch zog er so ungünstig, dass er vorne überkippte und vor den Füßen des Besoffenen zum Liegen kam. Der Autodieb, der eigentlich gar nicht wusste, dass er eine derartige Straftat im Begriff war zu tun, lachte mit einem schadenfrohen Gelächter den Parkmann aus, und ließ sich nicht abhalten in den, in der Zwischenzeit geöffneten Mercedes einzusteigen – er hatte das Beifahrerfenster eingeschlagen. Er fing schon an nach dem Schlüssel in seinen Taschen zu suchen, bis er dahinter kam, dass seine Hosen und sein T-Shirt gar keine Taschen besaßen. Der arme Mann hatte sich in diesem Moment wieder vom Asphalt erhoben, wollte den Dieb aus dem Fahrzeug rausziehen, griff nach dem T-Shirt, zog. Doch der Alkoholisierte streckte seine rechte Hand aus, traf die Nase des Jämmerlichen, dieser landete wieder dort, wo er noch vor kurzem gelegen hatte, und Blut lief über sein Gesicht.
In diesem Moment startete der Betrunkene schließlich das Fahrzeug, nur der Auspuffrauch waren noch zu erkennen, dann wurde es wieder völlig still, wenn man unseren Jämmerlichen wieder einmal nicht beachtete, der still vor sich hin jammerte und starke, aber schon gewohnte Schmerzen hatte. Seine Nase brach in dieser Nacht zum dreiundzwanzigsten Mal, bald würde das Viertel von Hundert sein Jubiläum feiern können. Doch auf dieses wollte er sich nicht freuen, obwohl dieses Ereignis mit solch einer Gewissheit auf ihn eintreffen würde, wie das er nach diesem Vorfall auch diese Arbeit verlieren würde, und wir uns wieder fragen müssen, wie es weitergehen wird mit unserem Mann, der aus einer Großfamilie stammt, und der schon so oft übergangen und nicht gesehen wurde, einfach weil man sich nicht vorstellen konnte, dass dieser Mann wirklich existent sei, vielleicht war er ja nur eine Fatahmorgana, ein Trugbild, ein Geschöpf, das Gott nur in einem mächtigen Rausch erschaffen haben konnte. Sagt mir wie es weitergehen soll? Schickt mir eure Fortsetzungen, die beste davon, die originellste oder einfach die witzigste oder gar die schlechteste Variante wird in einer der nächsten Ausgaben erscheinen. Damit schließt sich das vorläufige Ende einer langweiligen Geschichte ohne Heldentaten, oder interessanten Themen.


BUCHTIPPS ZUM SCHLUSS:

„Gabriel García Márquez“, „Leben, um davon zu erzählen“
„Michael Moore“, „Stupid White Men“
“Frederique Beigbeder”, “39,90”

Das Ende naht:

Wieder einmal sind wir am Ende von „Jeromy“ angelangt, und wieder gibt es keine Neuerungen über „Emil Vogel“, allerdings Neuerungen über meine weitere literarische Tätigkeit, die im Internet unter der Adresse www.hhesse.de von mir veröffentlicht wurden. Darunter sind auch einige lyrische Beiträge, es sind meine Anfänge meines Dichtertums, die aber im Internet sehr schlecht bewertet wurden.

Jetzt ist aber wirklich das Ende gekommen.

Ich danke euch für eurer Interesse und eure Kritiken, die ihr an mich senden könnt unter der unten angeführten Email-Adresse.

Damit verabschiede ich mich

Mit freundlichen Grüßen



Andreas E. Pfeiffer
Email: 28eddi@gmx.at
Daten: 1.553 Wörter

 



 
Kurzbewertungstendenz:
(2 Stimmabgaben)

 

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