HERMANN HESSE

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Vielleicht ein Pferd
- von lokant



Vielleicht ein Pferd

Vielleicht ein Pferd. Vielleicht aber auch nicht! Hier trennt sich die Spreu vom Weizen, der Wein vom Ouzo, der Kain vom Abel, indem sie sich gegenseitig um acht Uhr bringen.
Doch wer trägt wen ihm Arm? Keine Frage. Nur ein Zeugnis. Am Ende des Jahres waren alle Veilchen reif. Der Käse, immerhin noch ein Milchprodukt, konnte sich nicht zum Jokurt fortentwickeln, mumiengleich, da dieser Name schon vergeben war. An wen auch immer.
Wer hat schon Heimat, Josef K.? Wenn die Vögel gen Schweden ziehn, schreit der Braunbär seine alten Gedichte und schlägt in seine Laute. Winterschlaf hat Silber im Gesicht, Winterschlaf hat Puder in der Nase. Und die Eier bringt immer noch Ophelia, la blanche neige. Hamlet ist tot und wen interessierts? Wir haben ihn getötet. An unserem Wahnsinn ist er gestorben, wie der Kaktus am großen Mittag. Mittagszeit – Urlaubsziel. Hawaii ruft, Asien dämmert auf. Im Osten nichts Neues. Wer hätts gedacht? Oh weh, was spricht die tiefe Mitternacht? „Ich nicht!“, erklärt sie zähnestampfend und zündet die erste Zigarette über Babylon, die alte Hure. Die Schwester Kundigund, die fraß der Hund - das Kind fraß er geschwind. Rekordsuspekt. Das Guinness schmeckt wie weiches Rindertalg mit Erdbeersirup. Annes Vogel fliegt laut vorbei. Wohin des Wegs, fluoreszierendes Geschwitter? „Ins Land, wo die Heimchen keimen und unter den Bäumen träumen.“ Neben den Blumen des Bösen dösen Franzosen - ohne Hosen. Das trunkne Schiff geht unter und tanzt wie Kork im Wein. Der Kapitän, blau wie des Himmels Wände, mocht den Pudel gern und hundete auf einer gottlosen Tapete. Schwarz, Schwarz, wie die Schwestern des Todes. Ich Errynie mich, ihn einmal verpasst zu haben. Hermes hat ihn vorbeigeschossen. Ist hier ein Arzt ein Klempner? Vielleicht ein Pferd. Vielleicht aber auch nicht. Stufenschnitte machen ihm Kummer, doch wo die Zitronen blühn wie Anekdoten schwellen, bringt Sokrates den Müll zu Diogenes in die Tonne: Eintausend Kilo hermetische Watte. Watte hatte Duden hier zu suchen, wie das H in der Hühnerbrühe. Wer gackert, wird getackert und bekommt eine gepaddelt. Eine ging vorüber, verweht, schon wieder stolperte sie über den nächsten Absatz.
„Plateaunische Liebe ist keine Meeresgischt!“ so sangen die blutjungen Sirenen bei Großvaters Hochzeit. Liebe verbrennt die Papiere so schnell wie Sisyphos der Stein über die Füße klunkert. Stein oder nicht Stein? Vielleicht ein Schimmel. Vielleicht ein Hammelbein? Nein danke, Theo d’or! Storm ist nicht gleich Windgeräusch.
Ich möchte schlafen, aber Du musst schnarchen! Die Künstler flüstern lüstern durch die Nüstern: „Ostern war schon letztes Jahr, Sommer kommt nie wieder.“ Das Trinken ist dem Rudel fern, es nudelt gern die Penne. Alte Jungfer Klassenzimmer, schön sind deine Glocken! Aus Lehm gebrannt. Der Weihnachtsmann nimmt sich das Leben, mit einem freiwilligen faulen Sonntag. Booze- und Betttag ist verglommen und kann nicht wieder kommen. Der Tag ist heute eine göttliche Komödie. Danke alljährlich. Ehrlich, ich schätze die Kausalität, denn das Schwein am Trog hat Nadeln, die der Wind nicht leicht fortzuzwitschern weiß.
Die Feder zerschellt, wie die Axt am Vogelstrauß. Walzer im Gebirge - Asche im Apfelkuchen. Die Häupter senken sich, wie sich der Teig emanzipiert, öffnet man Pandoras Büchse. Hasen lasen Phrasen aus der Bibel: Wer zu spät kommt, ist nicht Erster. Mein Wecker läutete als sich Giordano Bruno verbrannte, mit Klistierspritzen bestückt, wie ein Moschusochse. Spargelessende Spaziergänger führten den Spanferkeldirektor aus.
Wer weiß noch was? Zwei Seelen liegen brach in unserm Herd. Vielleicht ein Pferd? Vielleicht auch nicht. Der Mai singt uns sein Lied und blaue Brüste warnen Picasso vor der Suche nach dem Finden. Weh dem der jetzt noch finden will. Was die Suche dem Kolumbus war, ist die Minutenterrine dem Herrn Philister. Zwei und zwei macht fünf. Und Big Brother wächst seiner kleinen Schwester übern Kopf. Im Moor, wo die Akazien blühn, sprach einst der Rabe laut: „Immer mehr.“ Kapitalistenschwein! Schwein oder nicht Schwein, was ist hier der Rabe?
Vielleicht ein Pferd? Vielleicht auch nicht. Doch das gehört (beiläufig) ins Kaminfeuer.
Der Kirchturm versinkt vor Scham beim Anblick Klaus Kinskis. Wurstsalat hält keinen ph-Wert davon ab, sauer zu werden. Weiß denn der Geier wo der Pfeffer wächst, wo Oregano auf das große Fressen wartet? Die fetten Jahre sind vorbei, verweht. Schon wieder? Klytemnästra geht ins Kino und wundert sich: „Wo bleibt Orest, kam er vom Schützenfest nicht längst Nachhaus?“ Nein! Die Ursache für alles, ist der Fall eines Falles, den die Kapuzinermönche wie guten Bordeauxwein flüssig treten. Jemand musste sie verleumdet haben, denn ohne dass sie etwas Böses getan hätten, wurden sie eines Mordes verhaftet. Vor dem Gesetz fielen sie auf die Knie wie pragmatische Bauernfänger. Man tanzte hüftenrauschend Perestroikapolka zu glasnostalgischen Wagner-Overtüren. Ein Jüngling stand im Walde, dumm wie Magenbrot, der Barbaren tartarischen, roten Bart anzuzünden. Nach einer Partitur Dame gingen sie über sich hinaus und rückten Fässer, um der suizidgefährdeten Anna Karenina auf die Gleise zu helfen. Bon voyage!
Die Lokomotive pfeift auf die Motive. „Nihilist ist, wer im Nil baden geht.“ Das sagten schon die weißen Krokodile und jauchzten mit ihren Fehdehandtaschen durch den ersten April zum Duell. „Was haben Rambo und Verlaine gemein? Sie sind tot. Tot. Und wir haben sie gegessen“, sprach der Fuchs zum Gartenschlauch. Hans im Glück kam nie zurück, Flandern weiß zu wandern. Wohin mit all den Fritten? Poe stopft sich das Kissen in den Mund, um seine blasphemische Hausratte zu entlarven. Solange sie seinen Mund hält, kann Gott nicht kläffen. Briten kochen Teeodizee auch nur mit Wasser. Mann muss sich schon entscheiden, zwischen zwei Welten. Das passt wie die Faust zum Taugenichts. Macht eine Schwalbe denn schon Sommersprossen? Vielleicht ein Pferd? Vielleicht auch nicht. Wortausdünstungen fliegen wie ein blaues Band trompetengesteuert durch die achttausendachthundertachtundvierzig Meter des Mount Everest. So nahrhaft, wie sich das Cordon-Bleu durch die kaligraphischen Elemente konjugiert, trinkt der große Häuptling der Lüfte seine schwarze Milch aus: aus den Augen, aus dem Sinn. Was aß er zu mittag? Vielleicht ein Pferd? Vielleicht auch nicht.

Kolja und Anton

 



 
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