HERMANN HESSE

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karNevall
- von oswald



karNevall

,wer wird schon nach gestohlenen Masken suchen, versucht er sich zu beruhigen, gerade wenn Karneval ist, unschlüssig geht er in seinem dunklen Raum um her, kann sich für keine Maske, beim grossen Umzug entscheiden, sie sind zu klein, zu schwer, zu leicht, zu eckig, sein Rucksack ist gross, in dem er die restlichen, nicht auf gesetzten mit nehmen will, um zu wechseln, falls die erwählte doch zu unsicher sitzen würde, auch hat er Angst, sieht sein Gesicht im Spiegel, mit Maske, nur die Maske, die er so offen her zeigt, gestohlen gesucht, gefunden werden musste, wenn die Polizei kommt, werde ich sie selbst als verkleidet an klagen, es ist doch Karneval, der Umzug rückt näher, auf geregt wartet er, doch zu leer sind noch die Strassen, dass er mit seinem schlecht passenden Anzug unbemerkt herum laufen könnte, ohne auf seine uneingepassten Bewegung zu fallen, erst im dichten Gedränge will er sich heraus wagen, in dem nicht jedes Kostüm betrachtet, bewertet wird, doch erst im Gedränge bekommt er Angst vor ungewollten Stössen, die seine Maske ab werfen, klauen, vertauschen könnten, doch meint er im Gedränge ohne sie auch nicht besonders auf zu fallen, da dies ja der Zweck war, so dass er sich schnell einen Ersatz aus seinem Rucksack holen würde, um sein verformtes Gesicht wieder zu verdecken, doch tanzen konnte er auch nicht, ohne den Halt seiner Kleidung zu verlieren, Lügner, Dieb, hört er sie hinter ihm her schreien, der panisch Weg läuft, ihr Lachen über die, aus seinem Rucksack fallenden, auf dem Boden zerbrechenden Masken hinter seinem Rücken vernehmend, der seine letzte, graue, abgetragene verzweifelt im Lauf fest zu halten versucht, ob wohl sie sich schon unter seinen Tränen zu lösen beginnt, diese Haltung auf fallend ist, vor bei an Jongleuren, die mit ihnen in fliegender Leichtigkeit spielen, immer die richtige zur Hand haben, auf zu setzen, im fliessenden Wechsel, schon fängt die Musik draussen an, die doch durch die dicken Wände dringt, gestärkt durch das Lachen, Rufen, Schreien, was alles ihn mir Sehnsucht erfüllt, noch vor dem Spiegel stehend, die Maske erwählend, die sein Reich sein soll, den Rucksack füllend, viel leicht sollte ich keine Kleidung an ziehen, das wäre wohl die beste Verkleidung, doch ist es kalt draussen, die Winde wehen stark, kalt sind die Blicke in den Häusern, hinter ihrem Kostüm versteckt, lachend, die Musik wird schon lauter, dichter, verzweifelt wirft er seine Masken um her, in Angst den Anschluss zu verlieren, doch kann er immer noch hinter her laufen, den Zug ein holen, was, wenn sie gerade Ziel los Pause machen, seinen schnellen, Ziel bewussten Schritt sehend, angezogen ihm folgen wollen würden, wo soll er sie hin führen, um seine Maske, die ein Dieb stahl nicht zu verraten, wo würde sie hin führen, was der Weg sein musste, doch er kannte sie nicht, sieht plötzlich Ecken und Löcher, faule, modrige Stellen, sieht sein Blickfeld ein geengt, durch diese, von Aussen so glänzende, auf fordernde Masken, nun würden alle sehen, wenn er sie fallen liesse, eine andere auf zu setzen, sein von Fäulnis zerfressenes Gesicht, von modriger Luftarmut befreit, würden sich an gewidert ab wenden, ihm nicht mehr folgen, der sie nicht leiten wollte, doch auch nicht verlieren, dass er sich nicht mehr an schliessen konnte, seine Masken sind doch alle aus dem Rucksack gefallen, war er der Führer, oder der Gejagte, Dieb, schellten sie aus dem Spiegel, durch die sich schon fast entfernende Musik begleitet, deren Höhepunkt er nicht ab warten will, da der Abschied folgen würde, lachend versucht er sich zu entschuldigen, der Dieb sei selbst doch nur eine Maske, im Karneval, ich habe doch nur gespielt, ja, und wir sind nur Karnevalskläger, Lügner, komm her aus, und zeige deine Masken, verlieren sie im Tanz, im Gedränge, in panischer Flucht, komm zu rück, sie trotzig, schon offen sichtlich verloren auf sammelnd, zu flicken versuchend, wir jagen dich wieder, dies ist nicht dein Ball, sieh unsere Masken, wie sie durch sichtig schimmern, suche deinen Ball, er schreckt auf, doch kein Krach, die plötzliche Stille über rascht ihn, die sein leeres, kaltes Zimmer zeigt, verzweifelt greift er eine Maske, nimmt den Rucksack, läuft auf die Strasse, in welche Richtung, die Ruhe zum Hören, die Zeit verliert, hat er nicht, keiner da, den er fragen kann, ein paar träge Gestalten, die den Verlust nicht bemerkt zu haben scheinen, etwas erleichtert der wieder gekehrten Stille lauschen, sie kann er nicht fragen, durch ihre Überlegung Zeit verlieren, die er schon genug vergehen hat lassen, er rennt los, in andere Richtungen, wenn er der Musik nicht näher zu kommen meint, die teils weise nur noch in seiner Erinnerung spielt, dass er ein Muster hat, wo nach er suchen kann, was ihn erneut auf weckt, nicht durch Stille, die er aus seinem Raum mit genommen hatte, durch den plötzlichen Krach, den auf gewirbelten Schmutz, Gestank, der harten Bewegungen des mühsamen Strassenlärms, in denen er sich jetzt fast drängt, durch eine Tür versucht er etwas Ruhe zu finden, die Musik in dem Raum, vernebelt, übertönt durch die sich hervor hebenden Gespräche, passt nicht zu seiner Erinnerung, leer, über rascht an seiner Gestalt, seinem Aufzug starren sie ihn verstimmend an, nehmen ihm den Drang nach der Frage, wo der Zug denn sei, ob er hier gehalten habe, durch sein Schweigen des Verlassens aus gelacht, sucht er weiter, auch hinter anderen Türen findet er nur über füllte Leere, verblasste Trachten, geflickt, stinkend, zum Schein wärmende Souveniers der Vergangenheit, oder neue, glänzende, kleidende, doch fragt er sich wer da kleidet, und auch nackte, die die seine Fordern, das sich selbst aus lachende Verbrennen der Masken, so sitzt er nun erschöpft unter einer Brücke, am Fluss, sein Sack voll von Masken, und wird reich gepriesen, von den sich neidisch, langsam, rück Sicht voll Entfernenden, verkaufe sie doch, verkaufe sie, schallt ihn eine Stimme im Ohr, aber ich hänge doch so dran, doch beisst er sich vor Hunger die Zähne aus, an den harten Masken, ihm wird übel von den verfaulten, verkaufe sie, verkaufe sie, lebe sie, doch Karneval ist vor bei, nein, nur hier, finde deinen Ball, doch er ist schon ein geschlafen, erschöpft von seiner zu tragenden Last, sie sind nur neidisch, auf deine bunte Kleidung, die du so ein tönig lächerlich mit schleppst, wirf weg deine Feile, es ist nicht deine, füge zusammen deine Masken, in dein Spiegelbild, zu deiner Kleidung, schreit es in seinem anderen Ohr, schon in Erinnerungslosigkeit

 



 
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