Verlust und Findung

von dummy
Lyrik Bisher keine Bewertung 06.04.2004

Ich hab ein Stück Seele bei der Arbeit vergessen,
im Supermarkt hab ich ein anderes verloren,
auf Reisen sind Teile von mir geblieben,
und andere sind an anderem Ort.

Ich schrumpfe, an denen ich wachsen soll,
und verwelke, wenn sie mich gießen.
Ihr Futter ist das, was mich verdünnt,
und wer mich beschreibt, radiert mich auch aus.

Sie rauben mich, und lassen sich da,
sie gehen zu spät und der Nächste rückt nach.
Schon blind gesehen und taub gehört,
verblasst meine Farbe, wird sie zu grell gemischt.

Ich lös mich auf in Gesellschaft,
verdunste beim Sprechen,
in jede Richtung verweht,
bin ich schon zerstreut.

Wer sich verliert,
erfindet sich neu…

Ich werde erkannt,
und kenn mich nicht mehr.

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