Blick Zurück

von dummy
Lyrik Bisher keine Bewertung 23.07.2003

Trübe seh ich in die Zeit,
benebelt ist vom Rausch mein Blick;
eine ferne Stimme schreit –
doch kein Weg führt mich zurück.

Scheinbar taucht Verlornes auf;
unschlüssig zieh ich einen Kreis.
Rieselt Sand und braucht sich auf,
rinnt durch Finger: Zeitbeweis.

Brennend steigt vom Himmel Schnee
herab, Erzengel des Erinnerns,
senkt sich glühend in das Weh –
ins Beginnen und Verrinnen.

Leb ein Leben zusätzlich
und schmerzt die Zeit, laß sie verstreichen.
Was beginnt verwandelt sich
was sich wandelt muß verbleichen.

Alles endet, enden wir:
So ungeziert ist das Prinzip.
Bleibt vielleicht ein Blatt Papier
und die Schrift, die es beschrieb.

August 2004

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