Dann eben doch mitten durch

von dummy
Prosa Bisher keine Bewertung 16.01.2011

Die Welt dämmert blau, Vögel zwitschern, dieser Tag beginnt grundlos und schrecklich, so zufällig wie alles andere vor ihm. Mein flackerndes Gesicht hinter der Scheibe löst sich im Morgengrauen auf.

Ich ziehe hart an einer Zigarette und halte die Luft an.

> Manchmal will man hintenrum gehen, denke ich, man fände es hübsch die Zukunft zu bescheißen. Dabei müsste man sehr vorsichtig sein, glaube ich. Man sollte auf Zehenspitzen gehen und dürfte kaum das Atmen wagen.
Ich will der erste Mensch sein der die Zukunft bescheißt, denke ich.< Erste Schatten treten ins Licht. Die Sonne tastet sich Blick für Blick über die Berge am Horizont, bringt Farbenflut. Dieser Tag geht wunderschön gleichgültig - beinahe herrlich rücksichtslos - ohne zu warten an mir vorbei. Und so sehr ich mich auch anstrenge, ich bringe ihn nicht zum stehen. Jetzt gebe ich meinen etwas trotzigen Protest auf, atme aus und beeile mich um den Tag nicht entwischen zu lassen. > Was soll`s, denke ich. Dann eben doch mitten durch.>

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