Der Weg ins Nirgendwo

von Nazim Huseynov
Lyrik 5/5 (1) 17.07.2024

Auf dem Weg ins „Nirgendwo“
Schlenderte ein einsamer Wanderer.
Alles war gut, doch hier war das Unglück:
Ein Taschendieb stahl sein Essen.

Doch der Wanderer verlor nicht den Mut,
Denn im „Nirgendwo“ gibt es reichlich Essen.
So tröstete er sich selbst,
Nervös an seinem Bart zupfend.

Er ernährte sich von Gras, trank aus dem Bach,
Mit einem Lächeln hörte er der Nachtigall zu.
Und ging, wohin seine Augen ihn führten,
In der Hoffnung, „Nirgendwos“ zu treffen.

Aber die Jahre vergingen, der Bach trocknete aus,
Die Nachtigall war längst tot.
Und unser Held wanderte immer noch dahin,
Wo er niemals sein würde.

Er wurde gebückt und grau. Er weinte:
„Hier sind meine Kräfte am Ende!
Es ist unerträglich, einen Traum zu töten…
Von hier aus werde ich nicht weitergehen.
Es gibt keinen Weg zum gewünschten Ziel.
Wäre es nicht einfacher, das Leben zu beenden…“

Er widmete sein Leben einer Chimäre.
Das Tageslicht war ihm nicht mehr lieb. …
Bei Tagesanbruch starb unser alter Mann.
Und… ins „Nirgendwo“ erhob er sich sofort…

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