Ein Holzkreuz
(Nächtliche illegale Autorennen)
Am Straßenrand ein Holzkreuz steht,
Mahnt stumm daran, daß hier verweht’
Ein junges Menschenleben.
Die Freunde legen Blumen ab,
Hin auf des toten Freundes Grab;
Sie würden alles geben
Für ihn die Zeit zurück zu drehn,
Geschehnes machen ungeschehn;
Er lag weit vorn im Rennen.
Bis ihm brutal entgegenkam
Ein Lkw, der ihn mitnahm,
Gleich fing es an zu brennen.
Sein Auto ging in Flammen auf;
Ein Ende hatt’ der Wahnsinnslauf,
Das irrsinnige Hetzen.
Was bleibt sind Trauer, Angst und Wut,
Daß er aus falschem „Heldenmut“
Jung starb – es herrscht Entsetzen!
Brigitte Pulley-Grein
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