Erstes Jahrbuch der Internationalen Hermann-Hesse-Gesellschaft erschienen

Die meisten Texte stammen aus dem Symposium der Universität Rom im Jubiläumsjahr 2002 zum Thema „Hermann Hesse und das Fremde“. Auch aus dem Calwer Symposium „Streitobjekt Hesse“ (2003) fanden einige Beiträge Eingang in das Jahrbuch. Rezensionen, Mitteilungen und eine Hermann-Hesse-Bibliografie von Michael Limberg runden das Buch ab.

Die Internationale Hermann Hesse Gesellschaft wurde am 2. Juli 2002, dem 125. Geburtstag von Hermann Hesse, in seiner Geburtstadt Calw gegründet. Ziel ist, die vielfältigen Verbindungen, die durch das Internationale Hermann Hesse Jahr zustande kamen, institutionell zu bündeln und weiter auszubauen. Mit bereits bestehenden Hesse Gesellschaften in aller Welt wurden bereits Kontakte aufgenommen, um die Auseinandersetzung mit Person und Werk Hermann Hesses, insbesondere die Pflege und die Förderung des interkulturellen Dialogs unter Anknüpfung an das Werk Hermann Hesses, zu fördern.

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Erste gemeinsame Projekte wurden bereits sehr erfolgreich durchgeführt: in Frankreich, in Italien, in der Ukraine.
Nach einer Aufbauphase hat sich die Internationale Hermann Hesse Gesellschaft nach zwei Jahren des Bestehens in enger Kooperation mit dem Calwer Hermann-Hesse Zentrum etabliert. Nationale Hesse Gesellschaften und Freundeskreise, aber auch Institutionen in Deutschland wie die Calwer Hermann Hesse-Stiftung, die sich der Förderung des Werks von Hermann Hesse verpflichtet haben, sind Mitglied geworden oder pflegen freundschaftliche Kontakte, unter anderem in Frankreich, Japan, Korea, Mazedonien, Nepal, der Ukraine, Ungarn und Usbekistan, so dass sich das geplante Netzwerk bereits zu spannen beginnt und durch Aktivitäten belebt wird – wie zum Beispiel den Hermann Hesse Symposien in Rom (2002) und in Calw im (2003), mit Ausstellungen in Jekaterinburg (2002), in Bozen (2003) und in Montpellier (2004) und 12. Internationalen Hermann Hesse Kolloquium zum Thema „Steppenwolf“ in Calw.

Inhalt: Grußwort des Präsidenten. – Die Internationale Hermann-Hesse-Gesellschaft. – Vorwort des Herausgebers. – I. Hermann Hesse und das Fremde: MAURO PONZI, Hermann Hesses Umgang mit dem Fremden. – ADRIAN HSIA, Hermann Hesse und (das nicht so ferne) Asien. – VOLKER MICHELS, Außenseiter wird man nicht freiwillig. Hermann Hesse als Beispiel für viele. – ANDREAS SOLBACH, Alterität und Mobilität: Reisen am Rande der Gesellschaft bei Hermann Hesse. – HELGA ESSELBORN-KRUMBIEGEL, Die Alterität des Ich. Bedrohung und Verheißung in der Begegnung mit dem Fremden. – MICAELA MECOCCI, Die Bedeutung der weiblichen Gestalten in Hermann Hesses Prosa. – ULI ROTHFUSS, Fremd sein in gewalttätiger Zeit. Josef Mühlberger und Hermann Hesse: eine Verwandtschaft im Geiste. – FLAVIA ARZENI, Hermann Hesse und die Farben der Seele. – MADDALENA FUMAGALLI, Pablo contra Mozart? Das >magische Theater< der Musik. - GIORGIO CUSATELLI, Auf der schwierigen Suche nach dem Exotischen. - RALPH FREEDMAN, >Hesse-Welle< und akademische Skepsis in den USA 1960-1980. Ein Stück Rezeptionsgeschichte. - GÉZA HORVATH, Die drei Lebensläufe und ihr Verhältnis zur Biographie des Magister Ludi, Josef Knecht. - II. Besprechungen. - III. Mitteilungen. - IV. Hermann-Hesse-Bibligraphie (zusammengestellt von MICHAEL LIMBERG). ISBN : 3-484-60469-7 2004. XIV, 202 Seiten. Leinen 32,00 €; 55,00 sFr

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