Der Gnadenlose Weg Des Schicksals!

von dummy
Lyrik Bisher keine Bewertung 10.09.2005

Prinzessin hier in deinem Schlosse
Sicher vor der Außenwelt.
Alles wird dir hier geboten
Und Güter Dir bereit gestellt.

Keine Furcht kann dich ereilen.
Hände lieblich, zart und rein.
Wie Keramik sie erleuchten,
Doch immer soll es nicht so sein!

Und so findest du dich wieder
Püppchen hier mit gläsern Schuh‘.
In der nassen, dunklen Höle
Und der Ausweg, der ist zu.

Tritt nicht auf, er könnte brechen
Steh ganz still und sage kein wort
Angst umschließt des unschuld Herze
Schreit um Hilf‘ an diesem Ort.

Und die Hände falb und schmutzig,
Der einst’ge Glanz ist längst verblasst.
Weinend steht die kleine Puppe,
Bis die Rettung dich erfasst.

Suchst den Ritter beizuwünschen.
In Glänzend güld’ner Uniform
Und der läßt nicht lange warten,
Doch der Spuk beginnt von vorn.

Prinzessin wieder hier im Schlosse,
Sicher vor der Außenwelt.
Muß den Ritter ziehen lassen,
Beschützer ist hinfort geschnellt.

Kleine zarte, feine Puppe
baut sich Höle, dunkel feucht und karg,
In des Schlosses sich’rer Mitte.
Ihr Wunsch nach Rettung ist so stark.

Hoffet nun erneut zu fühlen
Retters starke, sanfte Hand.
Einsam hier im Himmelbette,
Sie doch noch keine Ruhe fand.

Mächt’ger Erlöser, du läßt warten!
Rettest alle, nur nicht die,
Die sich Wärme nur erhoffen.
Prinzessin findet Ruhe nie!

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