Abschiedsgedichte

5 Gedichte zum Thema Abschied

Abschied gehört zu jedem Leben: von einem Ort, von einem Menschen, von einem Lebensabschnitt. Diese Gedichte erzählen davon – manche wehmütig, manche voller Zuversicht.
Das bekannteste ist Hermann Hesses „Stufen“: Das Herz müsse „bei jedem Lebensrufe / Bereit zum Abschied sein und Neubeginne“, denn „jedem Anfang wohnt ein Zauber inne“. Deshalb passt es zu Schulabschluss, Ruhestand oder Umzug – und wird ebenso oft bei Trauerfeiern gelesen. In „Herbstregen im Tessin“ nimmt Hesse Abschied vom Sommer und von den „Festen der Jugend“.
Joseph von Eichendorffs „Abschied“ („O Täler weit, o Höhen“) ist der Abschied vom heimatlichen Wald, bevor der Sprecher „fremd in der Fremde“ gehen muss. In seinem „In einem kühlen Grunde“ zerbricht mit dem Ring eine Liebe, und Karoline von Günderrodes „Die eine Klage“ nennt den „bittrer Trennung Schmerz“ die „tiefste aller Wunden“.