Trauergedichte

8 Gedichte zum Thema Trauer

Wenn ein Mensch stirbt, fehlen oft die eigenen Worte. Gedichte können dann aussprechen, was schwer zu sagen ist – auf einer Trauerkarte, in einer Traueranzeige oder bei der Trauerfeier. Hier findest du tröstliche und nachdenkliche Gedichte über Tod, Verlust und Trauer im vollständigen Text.
Hermann Hesses „Stufen“ endet mit dem Gedanken, dass „vielleicht auch noch die Todesstunde / Uns neuen Räumen jung entgegen senden“ wird. Rainer Maria Rilkes „Herbst“ schließt mit dem Bild eines Einen, „welcher dieses Fallen / unendlich sanft in seinen Händen hält“, und in Goethes „Über allen Gipfeln“ heißt es: „Warte nur! Balde / Ruhest du auch.“ Auch Rilkes „Du musst das Leben nicht verstehen“ wird gern bei Trauerfeiern gelesen.
Ludwig Uhlands „Der gute Kamerad“ („Ich hatt’ einen Kameraden“) ist bis heute ein Lied der Trauer um Gefallene. Hesses „Vergänglichkeit“ und „Herbstregen im Tessin“ sprechen vom Vergehen alles Lebendigen – und davon, dass „alles Dauer in frommer Erinnrung“ hat. Karoline von Günderrodes „Die eine Klage“ dagegen verweigert jeden Trost: Das geliebte Leben „gibt kein Gott zurück“.